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Beltane / Walpurgis: Das Siegesfest der Sonne

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Beltane ist das keltische Mondfest, das zum Vollmond um den 1. Mai herum gefeiert wurde. Die Zeitqualität ist bestimmt vom freudigen Erwachen der Fortpflanzungskräfte, wie sie sich zu diesem Zeitpunkt in der Natur spiegeln. Orgiastische...
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Die Walpurgisnacht, die in der Nacht vom 30.April auf den 1.Mai gefeiert wird, hat eine lange Tradition. Der Nacht mutet seit jeher etwas Mystisches an und an vielen Orten gibt es Bräuche und Feste, um dies zu feiern. Und auch in Goethes Faust spielt eine entscheidende Szene in der Walpurgisnacht. Viele der heutigen Bräuche haben mit dem Aufstellen eines Maibaums zu tun – aber dazu später. 
Zu früheren Zeiten gab es noch kein festes Datum für dieses Fest, sondern es wurde in der nächstgelegenen Vollmondnacht gefeiert. Allerdings liegt der 1.Mai exakt zwischen der Tag-und-Nachtgleiche des Frühlings und der Sommersonnenwende. Da bei den alten Kelten das Jahr bereits im November begonnen hat, markiert die Walpurgisnacht außerdem genau die Jahresmitte und den Beginn der hellen Hälfte – des Jahrestag. Somit steht die Walpurgisnacht exakt an der Schwelle vom Dunklen ins Helle. 
Der 1.Mai bezeichnet den Beginn des „Jahrestag“ und diese Zeit war geprägt von Wärme, Freude, Licht und Fröhlichkeit. Denn damals hatte der Winter (oder die Jahresnacht) noch eine ganz andere Bedeutung als heute. Denn der Winter mit seiner Kälte förderte Krankheiten und Hunger und führte bei vielen Menschen zum Tod. Wie befreiend muss es also damals gewesen sein, wenn der Sommer mit seinem Licht, der Wärme und der lebensspenden Energie zurück war und man das Dunkle erst einmal hinter sich gelassen hatte. Und genau das feierten die Kelten mit der Walpurgisnacht. Denn das Leben ging weiter und ein neuer Jahrestag lag vor den Menschen. 

Namensklärung Walpurgis


Der Name Walpurgisnacht geht auf die Göttin Walpurgis zurück. Sie war ursprünglich eine heidnische Göttin. Später wurde sie von der Kirche aufgegriffen und sogar heiliggesprochen. Der Name Walpurgis (oder Walpurga) hat einen germanischen Ursprung. Frühe Erwähnungen findet eine „Waluburg Semnoni Sibylla“. Übersetzt bedeutet Waluburg, die Seherin der Semnonen. Walpurgis hat also etwas an sich, was mit sehen, zaubern oder auch mit Schamanismus zu tun hat. Zudem ist die erste Silbe „Wal“ der gleiche Beginn wie bei den Walküren. Deswegen könnt es auch hier eine Verbindung geben. Auch eine Verbindung zum Wort „vilasa“ liegt nahe. Denn dabei geht es um ekstatische Freuden. 
Auch in Niederösterreich und Böhmen finden sich Zeugnisse einer Walpurga. Dort wird Walpurga als weiße Göttin mit goldener Krone und Spiegeln dargestellt. All das verleiht ihr die Anmutung einer Sonnengöttin. 
Mit der Walpurgisnacht werden allerhand wundersame Dinge verbunden. Aus Brunnen soll Wein statt Wasser gesprudelt sein, aus einfachen Weidenzweigen wurden verzauberte Wünschelruten und aus dem Boden stiegen durch wundersame Weise Schätze empor. 

Namensklärung Beltane


Im keltischen Kalender findet sich für die Walpurgisnacht auch noch eine andere Bezeichnung: Beltane. Beltane steht für das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens und für den Sieg der hellen Sonne über den dunklen Winter. Wörtlich bedeutet „Bel“ leuchtend oder glänzend. Tene (oder Teine) steht für das Feuer. Beltane steht auch für die Götterhochzeit oder die Vereinigung von Himmel und Erde. 
Bei den Germanen ist die Vermählung von Odin mit Freya eine Analogie zu Beltane. Bei den Iren ist es die Vereinigung des Gottes Dagda mit Morgana. Hier vereinigen sich quasi die Sonne und die Erdmutter. 
Und bei den Griechen steht Dionysos für das gleiche Bild. Semele war die Mutter des Dionysos und ihr Name bedeutet Erde. Da der Vater von Dionysos ein Gott war, steht Dionysos somit für die mystische Vereinigung von Himmel und Erde. 

Bräuche in der Walpurgisnacht


Bis in die Neuzeit haben sich rund um die Walpurgisnacht, die auch gerne als Freinacht bezeichnet wird, viele Bräuche erhalten. Leider nutzen manche Menschen die Freinacht für Randale, was ihr mancherorts einen schlechten Ruf eingebracht hat. 

Der Maibaum: Zu den wichtigsten Bräuchen in der Mainacht gehört das Aufstellen eines Maibaumes. In vielen Orten hat es sich eingebürgert, dass sich am Vorabend des 1.Mai die Dorfgemeinschaft am zentralen Platz des Ortes versammelt und dort ein Maibaum aufgestellt wird. In manchen Orten werden die Bäume mit purer Manneskraft aufgestellt, in anderen Orten werden motorisierte Hilfsmittel zur Hilfe genommen. Traditionell handelt es sich bei diesem Baum um eine Birke. In manchen Regionen gibt es auch den Brauch, dass junge Männer ihren Freundinnen oder Angebeteten einen kleine geschmückte Birke vor das Haus stellen, um ihre Zuneigung auszudrücken. 
Der Maibaum hat dabei eine besondere symbolische Bedeutung, die für Vereinigung und Fruchtbarkeit steht. Der Baum stand früher für einen Phallus, der in die Erde gerammt wurde. Das sollte die Hochzeit der Götter symbolisieren. Meist trug der Maibaum an seiner Spitze einen geschmückten Kranz. Dieser Kranz stand symbolisch für die weibliche Vulva und neues Leben. Auch heute noch werden Maibäume mit aufwändigen Kränzen geschmückt und mit bunten Frühlingsblumen verziert. Mancherorts werden auch Brote, Würste und Eier in den Kranz miteingeflochten. Auch bunte Bänder oder eine Krone können den besonderen Baum zieren. Der Bändertanz um den Maibaum und das Verweben und Verknüpfen der Bänder hatte dabei sowohl eine Bedeutung für das Anbandeln von Männlein und Weiblein, als auch die Bedeutung, dass sich Himmel und Erde vereinen. 
Da der Mai eng mit dem Thema Verbindung und Brautschau verbunden ist, wurden Hochzeiten lange Zeit im Mai gefeiert und waren mit großen Festen, viel Musik und lodernden Feuern verbunden. 

Der Tanz in den Mai Genauso wie der Baum, gehört auch der Tanz zur Mainacht. Wie bereits erwähnt, geht es auch in einer Episode von Goethes Faust um den Maitanz. Goethe wählte dafür den Brocken im Harz, als berühmten Tanzplatz. In alten Geschichten reiten dabei Hexen auf ihren Besen durch die Luft und feiern mit dem Teufel ausschweifende Feste und Orgien. Natürlich sind diese Geschichten frei erfunden und entspringen der Phantasie. Wie bei jeder Geschichte steckt aber auch hier ein Quäntchen Wahrheit. Die „Hexenbesen“ gab es in der Tat. Allerdings dienten die Ruten und Zweige aus Reisig vornehmlich dazu, den Tanzplatz abzugrenzen. Das war ein kultischer Brauch, um den Platz einzuzäunen und zu schützen. Bei den fröhlichen Tänzen schafften es manche sich in eine regelrechte gemeinsame Trance zu tanzen und der Realität zu entfliehen. Diese hochenergetischen Tänze mögen für Beobachter befremdlich gewesen sein und beim Ein oder anderen zu Furcht geführt haben. Letztendlich führte das dazu, dass die Kirche das ganze verteufelt hat. Sie konnte schlicht nichts damit anfangen und das Ganze nicht kontrollieren. 

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