Salbei räuchern

Salbei räuchern
Die ätherischen Öle des Salbeis steigern die menschlichen Vitalkräfte und heben die Stimmung. Das würzige Kraut gilt als Nerventonikum. Es bannt Angst und negative Gedanken, die zu körperlichen Beschwerden führen können. Mithilfe der Salbeiräucherung fließen die Energien leichter. Wer auf der Suche nach kreativen Ausdrucksmitteln ist, erhält vom Salbei starke Unterstützung. 

Getrocknete und frische Blätter helfen als Tee oder Auszug bei Halsschmerzen, Mandelentzündung und Entzündungen im Mund. Die Salbeikräfte gehen mit denen anderer Kräuter starke Verbindungen ein. Klassisch wirkt das Duett von Minze und Salbei, das für Abhilfe bei Atembeschwerden sorgt. Zur Steigerung der Konzentration tragen Salbei und Lavendel bei. Beide Kräuterpaarungen entfalten im getrockneten Zustand, insbesondere beim Räuchern, sehr angenehme Düfte. Beim Trocknen der Blätter intensiviert sich die Kraft der Kräuter.

Salbei, Lavendel und Minze lassen sich problemlos auf dem heimischen Balkon anbauen. Sie sind alle von schöner Gestalt, schmeicheln dem Auge und senden bereits als frisches Kraut ihre angenehmen Duftbotschaften aus. Zum Trocknen werden sie in kleine Bündel verpackt und mit einer unten offenen Papiertüte kopfüber mindestens eine Woche trocken und gut belüftet aufbewahrt. Danach steht der Verwendung als Räucherkraut nichts im Wege. Beim Räuchern werden die Moleküle aus den ätherischen Ölen aktiviert. Die wohligen Gerüche stimulieren die menschlichen Sinne und tragen zu einer neuen Umgebungsqualität bei. 

Der klärende Salbei wird gebündelt, lose und als Räucherstäbchen und in sorgfältig komponierten Räuchermischungen angeboten. Der Star unter den über 900 Arten ist der Weiße Salbei aus Nordamerika. White Sage ist sein indianischer Name. Der Weiße Salbei ist ein wesentliches Element indianischer Räucherituale, die traditionell vor einem Powwow zur Reinigung, Klärung und Fokussierung dienen. Seine Wirkung ist stark und beseitigt alle negativen Kräfte. Gleichzeitig erfrischt der Weiße Salbei den Geist und beflügelt die Gedanken. Jede Salbeiart besitzt eigene Qualitäten. Der Weiße Salbei zeichnet sich durch einen frischen Duft aus. Muskatellersalbei besitzt eine warme Duftnote, die Stresssymptome reduziert und die Stimmung hebt. 

Salbei ist ein universelles Räucherkraut, das neben seinen eigenen Qualitäten und der Harmonie mit anderen Kräutern auch mit Hölzern und Gewürzen immer neue Energien offenbart. Warme Holznoten von Zedern, Zirben, Zypressen oder Sandelholz ergänzen mit Harmonie den reinigenden Salbeirauch. Mehr Nervenstärke und Energie verbreitet der Rauch von Salbei mit Wacholder. Gewürze wie Kardamom (erwärmend), Muskat (ausgleichend), Piment (stärkend) und Kreuzkümmel (mehr Energie) ergänzen als Räucherkomponente die klärende Stärke von Salbei. 

Wie eine gute Teekanne ausschließlich für das Brühen von Tee verwendet wird, verlangt das Räuchern auch nach Gefäßen und Hilfsmitteln, die nicht für andere Zwecke benutzt werden. Fremde Einflüsse bleiben außen vor. Das gilt sowohl für das Lagern von Räucherware als auch für das gesamte Räucherzubehör wie Kelche, Schalen, Kesselchen, Mörser, Zangen, Tabletts, Siebe, Stövchen, Räuchermuscheln und Löffel. 

Für einen einfachen Räuchergang mit Salbei bedarf es weniger Zutaten. Hauptakteur ist der Salbei. Räucherkohle, Sieb, Kelch oder Schale, Zange oder Löffel und eine feuerfeste Unterlage sind die schlichte Grundausstattung. Die Kohle wird in den Kelch oder die Schale gelegt und entzündet. Nach wenigen Minuten ist sie fast durchgebrannt und der eigentliche Räuchervorgang beginnt. Der Salbei kann direkt auf die Kohle gegeben werden oder wird im Sieb über der Kohle platziert. Das Sieb entschleunigt den Prozess. Zange oder Löffel werden nur eingesetzt, um die glühende Kohle oder das Räucherkraut zu berühren. Ähnlich wie beim Räuchern zwischen den Jahren wird das Räuchergefäß in jeden Raum und in alle Ecken des jeweiligen Raumes getragen und sanft geschwenkt. Der klassische Ablauf ist stets gegen den Uhrzeigersinn. Die Türen und Fenster bleiben geschlossen. So wirkt die positive Energie des Salbeis gleichmäßig und in konzentrierter Form. Intensiv gelüftet wird nach Abschluss des gesamten Räuchervorgangs. 

Die positive Energie der Pflanze wurde schon im Altertum genutzt. Der Salbei wurde als Kräftigungsmittel verwendet und zur Behandlung von Schlangenbissen eingesetzt. Salbei ist die beste Wahl für das Räuchern neu bezogener Räume. Altes wird vertrieben, um Platz für einen Neubeginn zu machen. Verbrauchte Gedanken, negative Hinterlassenschaften fremden Lebens und emotionale Rückstände von Neid, Hass und Gier verlassen das Haus.